Viele
Menschen nutzen die historischen Tiefststände der Bauzinsen, um den Traum vom Eigenheim
in die Realität umzusetzen. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank sorgt dafür, dass
Immobilienkredite mit einer Laufzeit von zehn Jahren bereits unter einem
festgeschriebenen Zins von drei Prozent zu haben sind. Dennoch sollte eine voreilige Unterzeichnung eines Vertrages bei der Hausbank vermieden werden. Teilweise unterscheiden sich die Angebote bei der Baufinanzierung hinsichtlich der Verzinsung von Bank zu Bank, Mit einem Vergleich lässt sich trotz Zinstief auch jetzt noch einmal viel Geld sparen.
Laufzeiten und Bauzinsen
Bei einem Baudarlehen handelt es sich um einen relativ hohen Betrag. Hier können bereits Zehntelprozent zu einer spürbaren Mehrbelastung führen. In der derzeitigen Niedrigzinsphase empfiehlt es sich, lange Laufzeiten zu vereinbaren. Auf noch weiter sinkende Zinsen zu spekulieren, kann zum Risiko werden, wenn plötzlich doch wieder die Zinsen steigen.
Bei der Finanzierungsplanung müssen auch die so genannten Bereitstellungszinsen berücksichtigt werden. Obwohl die Bank die Kreditsumme auf einem speziellen Darlehenskonto in voller Höhe bereitstellt, wird bei einem Neubau entsprechend dem Baufortschritt in mehreren Tranchen bezahlt. Hier wird der günstige Bauzins nur für ausgezahlte Beträge berechnet. Für die Restsumme fallen Bereitstellungszinsen an, die bei etwa 0,25 Prozent pro Monat liegen. Teilweise gibt es dabei recht große Unterschiede zwischen den Banken, was den Beginn der Rechnungsstellung betrifft. Während einige Banken bereits nach einem Monat Bereitstellungszinsen verlangen, geben andere dem Kreditnehmer bis zu acht Wochen oder noch länger Zeit.
Eigenmittel - eine wichtige Kerngröße
Das vorhandene Eigenkapital in der Baufinanzierung eine sehr wichtige Kerngröße. Als Faustregel gilt, dass mindestens 20 Prozent Eigenkapital erforderlich ist. Extra müssen noch die Erwerbsnebenkosten beachtet werden. Diese machen etwa fünf bis zehn Prozent vom Kaufpreis aus und können sich im fünfstelligen Bereich bewegen. Bei der Bauplanung dürfen die Erwerbsnebenkosten deshalb nicht vernachlässigt werden. Weiter müssen auch dir Folgekosten, wie Versicherungen, Reparaturen und staatliche Auflagen, beachtet werden. Deshalb ist es immer gut, genügend eigenkapital als ausreichendes Polster zu haben, um eventuelle Engpässe ausgleichen zu können.