Telekom - Immer mehr Beschwerden beim Netzwechsel

In den letzten Monaten nahmen die Beschwerden beim Netzwechsel bei der Deutschen Telekom sprunghaft zu. Besonders beim Wechsel zu einem anderen Anbieter soll manipuliert und der Umstieg hinausgezögert werden. Seit Juli sind bereits über 10.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur eingegangen.

Sprunghafte Zunahme der Beschwerden

Schon lange beschweren sich verärgerte Kunden über das Erscheinen des Technikers der Telekom. Auch wenn diese den Wechsel zu einem anderen Anbieter wünschen, stellen Telekom Techniker einen DSL-Anschluss ins Internet her. Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, gingen allein in diesem Jahr zwischen Anfang Juli und Mitte Oktober rund 10.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ein. Der Grund: Die Deutsche Telekom hatte den Anbieterwechsel nicht durchgeführt und so für Verzögerungen gesorgt.

10.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur

Betroffene können über die Webseite der Bundesnetzagentur nicht nur die Rechtslage und Details des Telekommunikationsgesetzes einsehen und mit ihrem Fall vergleichen. Die Aufsichtsbehörde stellt auch ein Formular zur Verfügung, über das Probleme gemeldet und Beschwerden eingereicht werden können. Die Netzagentur bittet Betroffene davon Gebrauch zu machen, da sie nur so von auftretenden Problemen erfährt und gegebenenfalls eingreifen kann.

Die Deutsche Telekom dagegen wiegelt ab. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen gibt die Telekom an, dass “die Zahl der Beschwerden allein das marktweite Beschwerdeaufkommen zum Anbieterwechsel widerspiegele”. Lediglich 1.400 der genannten Beschwerden würden auf das Konto der Telekomgehen. Der Rest seien in anderen Ursachen zu suchen und nicht bei dem Netzbetreiber Telekom zu finden. Allerdings stimmt das Unternehmen zu, dass auch 1.400 Fälle bereits 1.400 zu viel sind.

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM) registriert ebenfalls regelmäßig Probleme bei der Umstellung der DSL-Anschlüsse. “Die Fehlerquote liegt häufig zwischen fünf und 15 Prozent“, erklärt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Die Daten stammen aus einer Mitgliederbefragung.