Rentenerhöhung 2015 und Senkung der Beiträge - Kritik von jeder Seite

Aktuell teilte die Deutsche Rentenversicherung mit, dass 2015 die Renten um zwei Prozent steigen könnten. Der Sozialverband VdK hält diese Rentenerhöhung für enttäuschend. Genauso wird auch die Senkung des Rentenbeitrages kritisiert.

Statt Anerkennung von allen Seiten Kretik

Wird die Rente 2015 um zwei Prozent erhöht, liegt diese über der Inflationsrate und Renter würden tatsächlich mehr Geld zur Verfügung haben. Die geplante Senkung des Rentenbeitrages 2015 könnte Arbeitnehmer und -geber ebenfalls entlasten. eigentlich ist das eine gute Nachricht. Dennoch muss die Regierung für diese Pläne viel Kretik hören.

Rentenerhöhung zu knapp - Altersarmut wird beschleunigt

„Wieder einmal bleiben die fast 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland von der guten wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt.“, sagt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK. „Angesichts des sinkenden Rentenniveaus für Neurentner wird der starke Trend zur Altersarmut noch weiter beschleunigt.“ Ein Leben lang zahlen gesetzlich Rentenversicherte in die Rentenkasse ein, dennoch droht ihnen bei eintritt des Rentenalters Armut. Der VdK fordert daher, das Rentenniveau nicht wie geplant bis 2030 auf 43 Prozent abzusenken, sondern bei 50 Prozent einzufrieren.



Der Paritätische Gesamtverband fordert ebenfalls eine Abkehr von der derzeitigen Rentenpolitik, um so Altersarmut einzudämmen. Man nicht wie geplant den Rentenbeitrag sinken lassen. Die geplante Beitragssatzsenkung wird ohnehin heftig kritisiert. Sinnvoller sei es, den Rentenbeitrag 2015 stabil zu halten, um künftige Beitragserhöhungen abfedern zu können. Aufgrund der Kosten, die das Rentenpaket der Rentenkasse verursacht, kann davon ausgegangen werden, dass die Reserven der gesetzlichen Rentenversicherung schnell schmelzen werden. Experten warnen, dass in etwa 5 Jahren die Töpfe leer sein werden.

Die Rentenpolitik der Regierung?

Leere Kassen drohen vielleicht sogar schon schneller. Wie die Deutsche Rentenversicherung gab in Würzburg bekannt, dass in diesem Jahr mit höheren Ausgaben für die Rente mit 63 zu rechnen ist, als bisher angenommen wurde. Statt 900 Millionen Euro schlägt die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren für langjährig Versicherte mit bis zu 1,25 Milliarden Euro zu Buche. Schon in Anbetracht dieser hohen Kosten ist eine Absinken der Rentenbeiträge wegen der Ausgaben für die Mütterrente und dem demografischen Wandels nicht nachhaltig. Der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung wird über kurz oder lang wieder steigen müssen – und das nicht zu knapp. Die geringe finanzielle Entlastung, auf die Arbeitnehmer und -geber sich im Jahr 2015 einstellen können, werden alle teuer bezahlen müssen.